Das Problem:
Anlage mit externem Heizpufferspeicher. Die Sekundärkreispumpe ballert im Heizbetrieb mit 1690 l/h; mein Heizkreis kann das unmöglich abnehmen (ich hoffe ihn dauerhaft auf ca. 650l/h zu bekommen), also rührt mir die Pumpe munter den Speicher durch und die WP bekommt deshalb unnötig warmen Rücklauf.
Die Frage:
Wie kann ich im Heizbetrieb einen sinnvollen Volumenstrom im Sekundärkreis einstellen, ohne dabei den nötigen Durchfluss beim Abtauen zu gefährden?
Die Details:
Anlage seit ca. 6 Wochen im Betrieb.
Viessmann Vitocal 250-A Modular A08 230V V101 Antifreeze Variante mit LAN-Modul
Pufferspeicher Vitocell 100-E SVWA 200L
Ein Heizkreis mit externer Pumpe (Alpha2), ausschließlich Konvektoren
Keine Warmwasserbereitung.
Den einschlägigen Threads glaube ich entnommen zu haben, dass die Parameter 1100.x in meinem Setup mit Puffer die Geschwindigkeit der Sekundärkreispumpe bestimmen - man sie aber lt. Anleitung nicht verstellen dürfte, und wer es doch getan hat, berichtet davon, dass man die Wahl hat zwischen "mindestens 1000l/h dauerhaft, auch im Heizbetrieb" oder Störung beim Abtauen.
Kann das die Wahrheit sein? Im Moment, Übergangszeit, sehe ich ca. 1.3K Spreizung, komplett absurd. Und wahrscheinlich mindestens ca. 30W für die Katz an Pumpenstrom.
Danke für Eure Hinweise, Rückfragen und Infos natürlich gerne!
Soweit ich das weiss,wird die externe Pumpe nicht von der Kesselkreisregelung beeinflusst. Die schaltet hier die Pumpe nur aus oder ein.
Die Pumpe muss also direkt eingestellt werden.
Danke, aber: die externe Pumpe, die für den Heizkreis, meine ich nicht - klar, die muss selbst zurechtkommen.
Ich meine die, die den Sekundärkreis bedient, zwischen Inneneinheit und Außeneinheit.
Lt. Serviceanleitung ist es aktuell immernoch so, dass sich bei Anlagen mit Puffer der Volumenstrom im Heizbetrieb nicht getrennt vom Abtauvorgang einstellen lässt. Über 1100.x erfolgt die Einstellung für
■ Beheizung integrierter Pufferspeicher
■ Abtauen
■ Aktiver und passiver Frostschutz der Wärmepumpe
Eine moderate Verringerung ist bei dir aber noch möglich. Es ist noch etwas Luft bis zu den minimal 1000l/h für das Abtauen. Auf 650l/h wird nicht gehen. Höchstens durch eine zeitweise Umstellung, solange es keine Abtauvorgänge gibt.
Auf wieviel % sind die 1100.x Werte denn jetzt eingestellt?
Bei einem Volumenstrom von 1690 dürften daß beim Standardwert 1100.2 etwa 85 % sein.
Da ist sicher noch Spielraum nach unten wobei ich die 1000 l/h nicht unbedingt ausreizen würde sondern unter Einhaltung der Mindestwerte mich dazu an einer Spreizung von 2-4 k orientieren würde.
Den Heizkreis betriffts wie ABR schreibt eh nicht und beim abtauen bleibt der Speicher auch außen vor da sie auf den kleinen Kreis zwischen IDU und ODU schaltet.
Gruß Karl
Verstehe die Problematik nicht, habe ebenfalls einen Pufferspeicher der als Weiche installiert ist, läuft mit ca. 1850l und der Heizkreis ähnlich wie bei dir. Eine Reduzierung des Volumenstroms hab ich auch getestet, bringt keinerlei Einsparung. Wenn überhaupt würde eine Stichanbindung des Pufferspeichers eine Verbesserung der Effizienz bringen. Insgesamt läuft die Anlage aber auch mit Trennpuffer mehr als wirtschaftlich.
Zum testen bin ich auf 1250l runter gegangen. Eine spürbare verbesserung der Effizienz kann ich nicht feststellen. Da die Anlage ja entsprechend mit Puffer konfiguriert ist, regelt die auch anders als wenn keiner konfiguriert ist. Senkst du den Volumenstrom zu weit ab, erhöhst du die Spreizung, die Anlage denkt jedoch sie muss mehr Leistung rein ballern und somit sparst du gar nichts... zumindest sind das meine Beobachtungen
Und der Speicher wird in dem Sinne auch nicht "durcheinander gewirbelt" sondern wird entsprechend der Hysterese so oder so vollständig auf die nach Heizkurveneinstellung gewünschte Temperatur komplett aufgeheizt.
Wenn dies dann zu warm für den Heizkreis ist stimmt die Heizkurve nicht.
Gruß Karl
So sieht es aus. Ob man dann noch durch die neue pufferhystere das ganze etwas optimieren kann steht dann auf einem anderen Blatt. Leider kann ich das nicht testen da ich immer noch bei der 2509 hänge 😅
Danke Euch Allen! Dann werde ich einfach moderat runtergehen - im Moment steht noch alles auf Default - und mir weiter keinen Kopf machen.
Falls du so wie ich ene Möglichkeit hat's den Verbrauch der Wärmepumpe seperat zu messen, dann lohnt es sich unter möglichst gleichen Bedingungen den Verbrauch bei den Änderungen zu beobachten. Idealerweise z.b 3 Tage bei 0 Grad Außentemperatur mit einer Einstellung und dann wieder 3 Tage mit dem neuen Einstellungen. Dann bekommt man relativ verwertbare Ergebnisse. Viel Erfolg beim testen und einstellen. Erfahrungsgemäß Brauch es mindestens einen Winter um die passende Einstellung zum Gebäude zu finden.
Du solltest aber trotzdem versuchen, im Heizkreis den Volumenstrom so hoch zu fahren, wie es hydraulisch sinnvoll möglich ist. Dadurch erreichst du eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur, was zur Effizienz der WP beiträgt und ein paar Watt zusätzlich bei der Heizkreispumpe locker kompensiert.
Ja, wird gemacht. Die Pumpe läuft sogar auf CP3, aber erst muss mal die Heizkurve ran. Da es um das Haus meiner Eltern geht, taste ich mich lieber von oben ran, das dauert ein wenig länger...
Wenn beide Volumenströme ziemlich gleich sind, verlängert das wesentlich die Laufzeit der WP in der Übergangszeit. Bei Vollgas steht der Vorlauf ja direkt wieder am Rücklauf und Sie schaltet ab da deine HK ja nur gemütlich am Puffer zutschen. Meine fährt zum Abtauen auch einen höheren Volumenstrom wie zum Heizen.
Das Prinzip möchte ich auch gar nicht anzweifeln. Es gibt nur erhebliche Unterschiede zwischen Theorie und Praxis. In meinem Fall z.b. kann ich tatsächlich eine erhebliche Laufzeitverlängerung erreichen nach diesem Prinzip. Also Ventile möglichst offen und maximalen Volumenstrom durch die Heizkörper.
Nun kommt das aber. Mache ich das so, habe ich erstens massive störende Fließgeräusche und aufgrund der bei mir herrschenden Gegebenheiten der Rohrverlegung/Isolierung im Bestandsgebäude starke Verluste. Ich hatte also den doppelten Verbrauch da die WP immer schön auf niedriger Stufe vor sich hin dümpelt. Nehme ich das Takten in Kauf (mindestens 30min Laufzeit am Stück in der Übergangszeit, also völlig unbedenklich) spare ich also Energie. Es bleibt somit tatsächlich IMMER ein testen und einstellen passend zum Haus.
Ja, natürlich, wenn es die baulichen Gegebenheiten nicht zulassen muss man den für sein Gebäude besten Kompromiss finden. Das ist bei neuer WP im Bestandsgebäude fast immer ein größeres Experiment, man darf nur nicht zu zeitig aufgeben und sich nicht nur auf den Heizungsbauer verlassen.
>>Meine fährt zum Abtauen auch einen
>>höheren Volumenstrom wie zum Heizen.
Spannend, und gut zu hören! Darf ich fragen, wie viel jeweils und mit welchen 1100.x?
Was allgemein das Ergebnis sein wird, wenn der Volumenstrom im Sekundärkreis näher am Heizkreis ist, ist sicher eine komplizierte Geschichte mit vielen Parametern. Ich hoffe aber auf jeden Fall auf eine deutliche Einsparung beim Pumpenstrom. Irgendwas in der Richtung von 40W->15W hoffe ich schon, werde es aber leider nicht messen können
Also für das Abtauen hab ich nichts verstellt, da macht Sie knapp 1700l/h
Menü Allg. = 1100.2 steht auf 50 und sind ca.1400l/h (Heizbetrieb)
Menü WW = 1101.2 steht auf 48 und sind ca.1200l/h
Ich meine Vollgas (1700l/h) war irgendwas mit 70W und die 1400l/h meine 35W. Unsere ist noch aus sonst könnte ich es dir sagen, denke noch 2-3 Wochen dann beginnt die Heizsaison.
Sind die Daten von der 250a identisch mit denen der 250sh?
Gruß Karl
Keine Ahnung aber viel wird da nicht anders sein.