Hallo zusammen,
nachdem mein Heizungsbauer keinerlei Zeit für Service Einsätze hat, versuche ich mein Glück über die Community.
Gerät: AWO-AC 301.B11 / Einbau 2015
Symptom: Warmwasser wird max 40 grad warm, Heizen/Kühlen ist aktuell deaktiviert
Es ging los mit Fehler D6 - Volumenstrom bei Speicherladung zu gering. Nachdem ich nach Lufteinschlüssen gesucht hatte, Rückschlagventile und Rücklaufventile gereinigt hatte, wurde es am Ende ein Pumpentausch. VL / RL vom Speicher hat eine Spreizung von ca. 3 grad.
Mein Heizungsbauer hat eine 25 1-8 empfohlen (davor 1-6). Damit ist der Fehler D6 verschwunden.
Jetzt gibt es neue Fehler: Kältekreis 05 und/oder 07. Auf Codierebene bekomme ich eine schöne Auswahl weiterer Fehlercodes: 10, 4C, 22, 18
Was mir bei der WW Bereitung aufgefallen ist:
Bei 35 bis < 40 Grad Rücklauftemperatur hält die Wärmepumpe die Heißgastemperatur bei ca. 75 Grad ziemlich konstant. Ohne erkennbaren Grund springt die Heißgastemperatur innerhalb 30 sec auf über 130 Grad / 30.9 bara. Bleibt in diesem Bereich kurze Zeit. Wenig später geht die WP auf Störung. Heißgastemperatur fällt sofort wieder deutlich ab. Das Fehlerbild kann ich mir nicht ganz erklären. Könnte hier der Sensor gestört sein? Oder kann es wirklich sein, dass ohne Auslöser die Temperatur zu springen beginnt?
Aufgrund der Fülle an Fehlern glaub ich nicht,dass da nur ein Sensor durch ist.
Ich denke eher,dass Kältemittel entfleucht.
Da kannst aber nix selber machen. Da muss ein Kältetechniker ran.
Das würde auch erklären,warum das WW nur Handwarm wird.
Moin, im Raum würde auch ein defekter Füllstandssensor stehen.
Danke schon mal für die ersten Einschätzungen.
Im Forum bin ich auf ein ähnliches Fehlerbild gestoßen, was auf den Füllstandssensor hindeutet. In den Bildern sind auch Fehler 10, 22, 18 zu sehen.
Lässt sich der Sensor irgendwie prüfen oder geht es nur durch probieren?
@divanc kann das sicher beantworten 🙂
Zu prüfen ist er schwierig, optisch lassen sich auf der Elektronik häufig braune Verfärbungen sehen, welche auf eine überhitzung dessen hindeuten. Wenn man ihn tauscht sollte man auch den unteren Rand der Dämmung dessen abschneiden, dass dieser nach unten die Temperatur angeben kann.
Hallo @Mountie1
es ist schwierig, aus der Ferne eine genaue Diagnose zu stellen. Es hat den Anschein, als würde die Elektronik des Füllstandssensors überhitzen, wodurch die EEV-Steuerung keine präzisen Messwerte zum Kältemittelfüllstand erhält. Zudem muss die Funktion des Magnetventils für die Zwischeneinspritzung überprüft werden. Sie sollten einen Kältetechniker beauftragen, um die weiteren Komponenten zu untersuchen.
VG
Danke. Das Fehlerbild ist dann doch zu diffus, um einfach auf Verdacht Teile zu tauschen. Filtertrockner ist auch komplett verrostet wie mir jetzt noch aufgefallen ist.
Werkskundendienst ist beauftragt. Ich berichte sobald ich mehr weiß.
Es ging jetzt wirklich sehr schnell. Gestern Auftrag beim Werkskundendienst erstellt, heute schon da.
Es war der verdächtigte Füllstandsmesser. Wurde gleich ausgetauscht und jetzt läuft wieder alles.
Alles andere (auch der Rost) sind lt. Werkskundendienst normal.
Wäre ich etwas mutiger gewesen, hätte ich es auch selbst lösen können … aber jetzt habe ich wenigstens Gewissheit, dass alles „normal“ ist.
Vielen Dank nochmal an alle im Forum. Ihr wart auf dem richtigen Lösungsweg!
Hallo @Mountie1
ich würde gerne wissen, ob die Isolierhülse vom alten Füllstandssensor am neuen Sensor angebracht wurde.
VG
Sorry, für die verspätete Rückmeldung. Ich musste die WP nochmal öffnen, da ich beim Einbau nicht darauf geachtet hatte.
Es ist keine Isolierung mehr dran. Die Platinen liegen frei.
Respekt vor eine Wärmepumpe ist nie verkehrt. Die meisten Monteure haben es gar nicht gern, wenn der Eigentümer schon ,,selbst dran rumgefrickelt,, hat.
Hallo @Mountie1
normalerweise bringe ich eine kleine Abdeckung über der freiliegenden Platine des Sensors an. Der Sensor kühlt jetzt allerdings besser ab, da er sich nicht mehr in einem isolierenden Gehäuse befindet.
VG