Hallo liebe Community,
ich komme nicht mehr weiter. Mein Gelbbrenner geht kurz nach der Zündung immer wieder auf Störung. Die Flamme brennt für ca. 10s gelb mit sichtbarem Blauanteil. Letzteres ist vermutlich das Problem. Die Anlage lief bis vor Kurzem störungsfrei, war allerdings in den letzten Wochen max. 1x täglich für WW in Betrieb.
Brenner: VE I (18-21 kW)
Hest-Nr: 72186213200xxxxx
Kessel: Vitola Uniferral mit Minomatik-Steuerung
Ölpumpe: Danfoss "BFP 21L3", P= 13,5 bar, V= -0,1 bis -0,2 bar schwankend; Filter i.O.
Öldüse: Steinen 0,5 60° HF (neu, vorher Steinen 0,5 60° HT)
Luftklappeneinstellung: 6
Düsenstockeinstellung: 6
Kesseldruck: ca. 1,7 bar
Einstrangbetrieb, Ölfilter neu
Brennkammer mit Flammrohr (vor Kurzem gereinigt)
Flammenwächter i.O. (Flamme bleibt an, wenn die Diode in eine helle Lichtquelle gehalten wird)
Letzte Abgasmessung 04/26:
O2Bez 3%, CO2max 15.4%, AT 152.2 °C, CO2 9.24%, qA+ 8.4%, λ 1.67, O2 8.4%, CO 1 ppm, Zug -10.6 Pa, Counv 2 ppm, η+ 91.6%
Hat jemand eine Idee zur Behebung oder eventuell das gleiche Problem gehabt?
Bin für jeden Ratschlag von Euch sehr dankbar.
Deine Aussagen passen m.E. nicht zusammen:
- die Flamme geht aus nach 10 s Brenndauer
- die Flamme brennt weiter (also geht nicht nach 10 s aus) wenn der Flammensensor Fremdlicht bekommt
- der Flammenfühler ist i.O.
Wenn die Brenner länger als 10 s läuft wenn Du den Flammenfühler fremdbeleuchtest, ist der Flammenfühler defekt / zu unempfindlich.
Hast Du alle Steckkontakte am Feuerungsautomat durch mehrfaches ziehen und stecken und ggfs. Kontaktspray gereinigt?
Speziell der Flammenfühler bekommt Probleme mit Kontaktübergangswiderständen.
Die Beschreibung der Flammenfarbe und die Abgaswerte passen zusammen: Luftüberschuß.
Evt. reicht das Licht der Flamme nicht für den Flammenfühler um die Flamme zu erkennen.
Ist das Magnetventil fehlerfrei?
Ob die Einstellungen von Luftklappe & Düsenstock passen sollte aus der Anleitung für die Fachkraft für Deinen Brenner herauszubekommen sein.
Dann braucht es nur noch ein Abgasmessgerät für eine saubere Einstellung.
Und der CO2- Wert ist zu hoch.
Der Kessel muss nach Düsentausch neu eingemessen werden. Ohne Abgasprüfgerät nicht machbar.
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die Steckkontakte und das Magnetventil konnte ich bisher nicht prüfen. Habe zwar ein Multimeter, aber keine ausreichende Fachkenntnis.
Wie würde man das MV auf korrekte Funktion testen?
Ich denke auch es liegt an der bläulichen verfärbten Flamme, d.h. Luftüberschuss. Wiederum lief der Ölbrenner ca. 2 Monate nach unserem Einzug ohne dieses Problem.
Nee,
CO2 ist 9,24 %, also zu niedrig und O2 8,4 %, also zu hoch
Stimmt.Wo hatte ich nur meine Augen?
Dürfte aber letztlich aufs Gleiche hinauslaufen. Der Brenner ist vollkommen falsch eingestellt.
Die Einstellungen sind aktuell folgende:
O2Bez 3%, CO2max 15.4%, AT 152.2 °C, CO2 9.24%, qA+ 8.4%, λ 1.67, O2 8.4%, CO 1 ppm, Zug -10.6 Pa, Counv 2 ppm, η+ 91.6%
In welchem Bereich sollten sich die einzelnen Werte bei guter Einstellung bewegen?
der CO22 sollte bei 12,5 liegen und die Russzahl bei 0
der Öldruck muss auf ca 10,5 eingestellt werden für 21 kW
hier gibt es ein Übungs-Spiel um einen Brenner einzustellen.
http://www.salefix.de/Oelbrenner.html
Wenn der Öl Druck schon bei 13bar ist und die Angabe mit 10,5 bar von qwert089 stimmt, dann zieht der Kessel sicher Falschluft und deswegen passen die gemessenen Werte nicht.
Geh mal mit dem Feuerzeug an der Brennertür lang und schau mal, ob die Flamme angezogen wird oder flackert. Dann müsste man die Dichtung mal erneuern.
Laut Wartungscheckliste soll der Öldruck 10 bar bei 18 kW bzw. 13 bar bei 21 kW Brennern betragen. Leider ist auf meinem Brenner nicht erkennbar welche Leistung er hat. In den Unterlagen steht 18-21 kW.
Kesseldichtung könnte tatsächlich noch ein Faktor sein, da Luftklappen- & Düsenstockeinstellung passen.
Der Brenner kann ja beides und muss für die Leistung eingestellt werden.
Geh doch mal auf Deine m.E. nicht zusammenpassenden Aussagen ein.....
... und messen sollst Du nicht sondern das tun, was ich vorgeschlagen habe mit den Steckern.
Die Brenner ist m.E. völlig verstellt.
Mit der verwendeten Düse wird er wohl für 18 kW oder 21 kW bemessen worden sein und dafür passt weder Luftklappe noch Düsenstock wenn man in das angehängte Blatt "Richtwerte für die Brennereinstellung" schaut.
Also nix mit "...da Luftklappen- & Düsenstockeinstellung passen"
Der Schornsteinzug wäre mir zu hoch, aber das wäre ein Thema was man mal angehen kann wenn die Büchse wieder anständig brennt.
Das Problem ist jetzt behoben. Der Ölfeuerungsautomat war letztlich die Ursache. Nach Austausch des LOA habe ich auch die o.g. Einstellungen angepasst. Die Flamme brennt jetzt schön gelb. Die Messung steht natürlich noch aus.
Nachdem der Brenner abgeschaltet hat, hat das Flammrohr noch für ca. 1 min geklackert. Als ob es „zu heiß“ wäre. Normal?
Ohne Abgasmessung kann ein Ölbrenner nicht genau eingestellt werden.
Warte also erstmal ab.
>>Die Messung steht natürlich noch aus.
Es kann passieren, dass der Brenner jetzt mega russt und du Eimerweise Asche im Brennerraum und Kamin hast.
Messung asap, möglichst noch heute.
Hier die ersten Messergebnisse mit dem testo330.
Leider brennt die Flamme bei "Kaltstart" des Kessels immer noch "zu blau", sodass er anfangs direkt auf Störung geht. Öldruck & Kesseldichtung sind i.O.
Welche Abgastemperatur würdet Ihr bei einem 7 m langen Kamin empfehlen?
Ich vermisse die Angabe des CO2 - Wertes.
Der war schon ganz am Anfang zu hoch.
Anbei nochmal mit CO2. Zu hoch war der nie, eher viel zu niedrig.
Meine Frage ist, welche Abgastemperatur man zur Messung voraussetzen sollte (Stichwort: Taupunkt; Kamin ist 7 m hoch)? Um diese zu erreichen, kann ich dann Öldruck X einstellen und dann erst die Feinjustierung von Düsenstock & Luftklappe vornehmen.
Ich habe mehrfach von AT= 150 °C gelesen, einige schreiben auch, dass 120-180 °C in Ordnung sind (bei Ölgebläse-Brennern). Bei niedrigerer AT wäre qA entsprechend vorteilhafter.
Ja,jetzt ist der CO2- Wert viel zu niedrig. Anzustreben ist ein Wert zwischen 12,5- 13,5%.
Du fährst im Verhältnis mit zu wenig Luft. Das erklärt dann auch die leicht erhöhten CO- Werte.
Okay. Habe noch eine Verständnisfrage: wie wirkt sich die Düsenstock-Einstellung auf die Abgas-Parameter aus?
Die Düsenstockstellung hat massgeblichen Einfluss, weil hier das Mischungsverhältnis Öl-Luft festgelegt wird. Eine falsche Position führt unweigerlich zu erhöhten CO-Ausstoss und unruhigem Flammbild. Ausserdem kann auch Russ entstehen.
Vielen Dank an alle, die hier mitgeholfen haben.
Kurzes Fazit:
-Die ursprüngliche Störung war auf einen defekten Feuerungsautomaten (LOA24.1) zurückzuführen.
-Ist die Düsenstockeinstellung < 6, löst bei Kaltstart des Kessels der Flammwächter aus und der Brenner geht auf Störung.
- Bei meinem o.g. Kessel/ Brenner hat sich per Abgasmessgerät "testo 330-2" folgende Einstellung bewährt: