Hallo zusammen,
von unserem Heizungsbauer wurde mir die Vitocal 250-A Modular A10 400V V101 angeboten, inkl. Vitocell 100-V CVWC 300L und Vitocell 100-E SVPB 4001 vitopearlwhite.
Die Beratung zu den Geräten wurde an Viessmann abgegeben, unser Wunsch war es auch kühlen zu können. Mir wurde allerdings von dem Viessmann Berater davon stark abgeraten, obwohl unser Gerät das wohl könne. Von 100 Wärmepumpen bauen sie wohl 99 ohne Kühlfunktion ein, bringt wohl nichts, macht den Estrich kaputt aufgrund Kondensfeuchtigkeit usw. Ich müsste auch noch einiges dazukaufen und wäre auch alles ganz teuer.
Ich finde das total schade, da die Prospekte hiermit doch explizit werben?
Hat dazu jemand Erfahrung und kann mir einen Rat geben? Im ganzen Haus haben wir eine neue FBH.
Vielen Dank im Voraus.
>>macht den Estrich kaputt aufgrund Kondensfeuchtigkeit
Da hat der "Berater" aus irgendwelchen Gründen gequirlten Unsinn erzählt.
Jede Viessmann WP mit aktive Kühlung benötigt einen Feuchteanbauschalter, der die Kühlung bei Kondensation sofort deaktiviert.
>>noch einiges dazukaufen und wäre auch alles ganz teuer.
den Schalter gibt es ab 350€ + Anklemmen von 2 Kabeln.
Danke für deine Antwort. Hat mich auch wirklich gewundert, warum das denn alles so schlecht sein soll.
Hast du Erfahrung mit dem Kühlen? Bringt das Einiges im Sommer? Oder eher Augenwischerei?
Mit der FBH erzeugst du mehr oder weniger einen "Kaltluftsee" am Boden.
Das Dachgeschosse bekommt man damit nicht kühl. Außer man rüstet noch eine Deckenheizung (Kühlung) nach
Es ist auch nicht möglich die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.
Bei hoher Luftfeuchte schaltet der Feuchteanbauschalter bald ab und sie kühlt gar nicht mehr.
mit der FBH kühlt es nicht wie eine Splitklima ,aber das Haus wird 2-3 Grad kühler.
Super, danke.
Auch bei einem OG mit offener Decke mit Aufsparrendämmung und Zwischensparrendämmung usw. keine Chance? Ist es bei dir auch so aufgebaut?
Unter dem Dach hast du einen starken Wärmeeintrag von oben und die Kühlung nur unten.
Dort wird der Effekt sehr gering sein.
Man müsste eine Deckenheizung nachrüsten, dann würde diese die Hitze abschirmen und die Wärme, die über das Dach kommt gleich ableiten.
Da ist eine Split-Klima für das Dach vermutlich einfach zu realisieren.
Anstatt Split Klima gehen auch noch 2..3 Gebläsekonvektoren in einen extra Heizkreis, wenn keine Heizkörper vorhanden sind.
Lieber etwas größere, dann bleiben die leise beim kühlen.
Vorteil keine zusätzliches Außengerätschaften.
Wenn sich irgendwo noch ein paar Kupferrohre verlegen lassen.
Das funktioniert auch gut im Sommer.
Durch die niedrigere Vorlauftemperatur, ist auch die minmale Kühlleistung der WP niedriger.
Gruß Frank
In unserer Wohnanlage mit 42 Wohneinheiten und Natural Cooling ist es in der vergangenen, extrem feuchten und heißen Phase durchaus zu Kondensbildung auf den Böden mit Parkettwölbung gekommen. Das Unterschreiten der individuellen Taupunkte in den Wohnungen konnte auch nicht der zentrale Sensor im NC Vorlauf an der Anlage verhindern. Meine Frage hier im Forum, ob und wie ggf. sich die Kühlkennlinien den zu erwartenden klimatischen Herausforderungen anpassen sollten, blieb bislang unbeantwortet. Die "Werkseinstellung" mit einem wohl schon regulierten Vorlauf von 21° bei 30° Raumtemperatur bei >80% RF war definitiv nicht angemessen. Mein Eindruck: Installateur und Viessmann sind überrascht und bisher auch ratlos. Nach meinen Recherchen wird es wohl für uns auch keine "technische" Lösung, insbsondere keine raumweise Lösung durch Thermometer und Feuchtesensor geben. Bleibt nur die persönliche Überwachung bei kritischer Wetterlage und ggf. Abschalten des Kühlkreises. Und dran denken: NC ist KEINE Klimaanlage!
Warum nicht einen Luftentfeuchter aufstellen.
Einfach nur die Luftfeuchte unter den Taupunkt bringen ?
Kannst natürlich auch die Vorlauftemperaturen erhöhen, aber was soll das dann noch kühlen ?
Anscheinend ist das nur bei sehr hohen Außen Temperaturen nötig.
GRuß Frank
Sehr interessant alles, daher habe ich mich auch an die Community gewandt, damit ich dazu echte Erfahrungsberichte habe.
Gibt es hier denn noch mehr Leute, die explizit auch positive Erfahrung mit dem Kühlen gemacht haben? Hilft das sehr im Sommer?
Hallo Frank63. BISHER (seit 2009) hatten wir nur gute Erfahrungen mit NC. Auch und gerade weil wir offenbar bisher noch nie so extrem kritische Bedingungen (extrem hohe LF und extreme Temperaturen) hatten. Und bleibt es bei der "schadlosen" geringen Abkühlung um nur 2-3°K, macht es einen spürbaren und wohltuenden Unterschied! Von daher ist die Investition in NC nicht verloren. Bei der nächsten Extremwetterlage wird NC aber wieder an die physikalischen Grenzen kommen. Die Vorlauftemperatur zu erhöhen, ist in einer Wohnanlage nur bedingt zielführend, da obere Geschosse teils nur mit 25°K beaufschlagt werden dürften, was in Erdgeschossen schon Heizen bedeutet. In kleinen, ungestaffelten Einheiten dürfte das Problem einer allgemein zuträglichen und Taupunkt-festen Vorlauftemperatur eher zu lösen sein. N:B: Unsere Geothermie mit 12 Sonden erfordert zwingend den sommerlichen NC-Einsatz, um das Erdpotential zu wärmen und damit zu regenieren. Und zu der Idee mit den Entfeuchtern: Im EFH machbar, bei uns müssten dann 150 Entfeuchter in jedem! Raum der Anlage laufen!
Zur Zeit noch entspannte Grüße: H
PS Seit 2025 haben wir eine neue Vitocal.300G. Zu den Kühlkennlinien der alten liegen keine Informationen vor, die jetzt aktuellen "Werkseinstellungen" sind in der Diskussion.
Hi,
zu erstmal Herzlichen Glückwunsch, dass du zwei getrennte Puffer hast, mit einem gemeinsamen Puffer wie der Vitocell 120-E geht das nicht (diese Version habe ich leider)
Kühlen hat bei mir funktioniert und man kann sicherlich auch ein paar Grad die Wohnung kühlen, das Feuchtigkeitsproblem verhindert halt eine stärkere Kühlung, es ist halt kein Klimagerät das auch entfeuchtet.
Was wohl helfen kann, sind Ventilatoren, die die Luft am Fußboden verteilen, das soll die Kühlung verbessern, sonst ist es unten kalt und im restlichen Raum "tut sich nicht viel".
Aber man muss auch sagen (und das stammt von Experten, die mit solchen Systemen arbeiten) es bringt nichts wenn man unterm Dach von 38 Grad auf 35 kühlt, dann ist es immer noch zu warm.
Aber es bringt halt etwas, wenn man vielleicht von 29 auf 26 Grad im Haus kommt.
Wir werden wohl unsere Anlage umbauen, also einen weiteren Kessel hinzu packen, oder vielleicht eine weiter Warmwasserwärmepumpe für den Sommer installieren (muss ich mit dem Heizungsbauer noch abklären) und dann werde ich wohl mit Lüftern das Kühlen unterstützen.
(... und hoffen, dass es dann klappt 😉 )
Gruß HMB
Habe heute ein Angebot bekommen. Jetzt will der SHK Installateur 3000 € nur für das Material.
kann das wer plausibilisieren?
Danke!
Hi,
wieso denn noch einen Puffer wo soll der denn montiert werden ?
Das mit dem Feuchtebauschalter und dem zusätzlichen Schütz hat man bei mir auch eingebaut.
Grund wäre der, dass die Zirkulationspumpe, die das kalte Wasser aus Puffer ins Haus transportiert wird, nicht von der Inneneinheit gesteuert werden kann.
Somit sitzt bei mir ein weiteres Relais neben den Rohren und der Feuchtesensor wurde an die eine Leitung geklemmt (vorher war er im Puffer selbst).
Mein Heizungsbauer meinte, dass das rund 600,- € kosten würde (passt zu den Zahlen bei dir) aber die Kosten hat mein Heizungsbauer getragen......
Wie gesagt, was mich wundert ist der Puffer und die 3-Wege-Ventile was soll damit denn gemacht werden ?
Gruß HMB
Er soll das nach 4742919_2510_01 Variante 2 bauen. Kein extra Kühlpuffer und die anderen unnötigen Teile.
Dann braucht man nur den Feuchteanbauschalter. der kostet im Internet 350€
Das hört sich nach Abwehr Angebot an.
Problem dabei ist das eine A10 ca. 7KW Hühlleistung los werden will, bei 18 Grad Vorlauf.
Die Fußbodenheizung mit Mühe 1,5KW ins Haus bekommt.
Somit wären rund 500 L Puffer empfehlenswert, das die WP mindestens eine halbe Stunde läuft.
Hier mit 900L kommt sie mit durchschnittlichen 1..3 Takten am Tag aus.
Bei 10 Grad Vorlauf ist auch der Wirkungsgrad deutlich niedriger.
Gruß Frank
Also hältst du das Angebot für realistisch?
Die Frage habe ich mir damals auch gestellt.
2-3 Grad mit der Fußbodenheizung zu kühlen, wäre nur im EG gegangen.
Oder richtige Kühlung mit Entfeuchtung für ca. 5000 Euro Aufpreis zu haben, zumindest auf der Hälfte der
Wohnfläche.
Da mir nicht gefiel das die WP dann im Sommer von 10 Grad auf 60 Grad zur WW erwärmung muss.
Nicht gerade Material schonend.
Ist noch die BWWP dazugekommen.
Wenn nur Fußbodenheizung vorhanden, vieleicht ein paar Kupferohre zusätzlich mit 2..3 Gebläsekonvektoren in die Haupt Räume ?
Ohne Puffer wird vermutlich der Volumenstrom durch die WP zu niedrig sein, also zusätzlicher Heizkreis nötig.
Sorry, keim Mehrwert aber ich lese den Titel und denke mir ...
OK ... 😋