Hallo, ich habe mal eine Frage.
Bei unserer Heizung ist der Heizkreis auf 20 Grad eingestellt und der Außensensor meldet 15 Grad Außentemperatur.Laut Einstellungen der Heizkurve müsste die Vorlauftemperatur 23 Grad betragen.
Warum schaltet sich der Brenner dann trotzdem ein und erwärmt die Vorlauftemperatur auf 34 Grad?Bei dieser Einstellungen dürfte der Brenner doch gar nicht starten oder habe ich da einen Denkfehler?
Gruß Dirk
Die Vorlauftemperatur wird von der Regelung nicht mittels der real gemessenen AT sondern mittels einer errechneten ATgemischt (oder ATgedämpft) aus der Heizkurve ermittelt. Diese wiederum hängt von der eingestellten Zeitkonstante ab. Und bei den derzeit sich rasch ändernden AT z.B. zwischen nachts/morgens/vormittags/mittags kann der Unterschied zwischen der gemessenen AT und der ATgemischt durchaus im Bereich von 4 bis 5 °C liegen, also statt real 15 °C nur 11°C betragen und somit zu einer höheren VL-Temperatur führen (immer abhängig von der eingestellten Zeitkonstante der errechneten ATgemischt). Könnte eine der Ursachen für deine Feststellung sein.
Hallo Dreman, vielen Dank für die Erklärung. Die Heizungsanlage reagiert also zu träge, um die Temperaturwechsel schneller zu verarbeiten. Da die Heizung erst 3 Jahre alt ist (es ist eine Vitodens 200-W), hätte ich so etwas nicht erwartet.
Kann man evtl. irgendwo einstellen,wie oft ein Signal vom Außentemperaturfühler abgerufen werden soll oder wie oft berechnet werden soll?
Den Dämpfungsfaktor kann man leider bei den neuen Modellen nicht mehr einstellen, bei den früheren Modellen ging das noch. Aber schau doch erst mal, ob das überhaupt die Ursache ist. Die ATgedämpft kann man m.W. am Display der Heizung auslesen (zumindest ist das bei 300-W so).
Das kann nämlich auch daran liegen, dass bei den derzeitigen ATn die Wärme nicht mehr schnell genug abgenommen wird und deshalb die VL-Temperatur rasch ansteigt und die Heizung taktet.