Ich habe mit einer Trimatic-MC an einem Viessmann Vitocell-Ölkessel das bekannte Problem Brauchwasser erwärmt sich nach Anforderung bis auf Kesseltemperatur obwohl Sollwert <50°C eingestellt.
Es ist eine Trimatic-MC Nr.7450 261-A eingebaut.
Da ich in einem anderen Beitrag vernommen habe, dass es an der Box lag, würde ich mich aus Kostengründen auch gerne auf die Box konzentrieren.
Beim Öffnen der Troimatic habe ichj jedoch leider die Box nicht entdeckt, ist es möglich, dass die 7450 261-A nicht oder noch nicht über die Box verfügte?
Welche Alternative wäre ratsam? Der Fühler kann es höchst wahrscheinlich nicht sein, über ihn wird die Anforderung anhand des eingestellten Sollwertes richtig eingeleitet.
Für sachdienliche Hinweise bedanke ich mich im Voraus.
W-Uhrig
Das Erste,was ich überprüfen würde,wenn die WW- Temperatur über Soll steigt,wäre der Speicherfühler. Im Zweifel ersetzen.
Und ich ,,hoffe,, mal,dass die Speichertemperatur. tatsächlich so hoch steigt und man nicht nur die Kesseltemperatur abgelesen hat.
Vielen Dank Franky für den Hinweis,
nein es war nicht die Kesseltemperatur und wird nach weiteren Erkenntnissen wohl auch nicht der WW-Fühler sein.
Das Problem stellt sich nur bei der seit vielen Jahren gleich eingestellten WW-Solltemperatur von 50°C. Schon paar Grad darunter arbeitet alles normal.
Es sieht so aus, als wenn an der Potentiometerstelle von 50°C ein schlechter Kontakt besteht oder gar eine Teilunterbrechung.
Gibt es solche Beobachtungen auch bei anderen Anlagen mit Trimatic -MC?
Das Potentiometer-Modul scheint es ja noch zu geben.
Die "Potentiometer" in der Front sind eigentlich kleine Drehschalter. Die Kontaktfinger sind aus Silber und oxidieren und der Kontakt wird unzuverlässig.
Die Schalterplatine (9506 874) bekommt man offensichtlich noch zu kaufen. Das werden aber alte Lagerbestände sein die durch die lange Lagerung auch in einem fragwürdigen Zustand sind.
Wenn du die Möglichkeit hast dann wäre meine Empfehlung das Schaltermodul zu öffnen und zu reinigen.
Man kann das Teil auch elektrisch durchmessen und feststellen ob und welcher Kontakt ein Problem hat. So kann man auch ein "neu" gekauftes Modul überprüfen.
Eine "poor-man-Lösung" wäre das Modul mit Kontaktspray zu fluten ("echtes", kein WD-40) und zu hoffen.
Ich empfehle auch immer gerne und dringend die Relais und den Elko im Netzteil auszutauschen. Dann hast du alle Verschleissteile erneuert und wieder eine zuverlässige Anlage.
Das Problem mit der Potentiometerstelle hatten wir auch. (Nach einem Verdrehen des Potentiometers funktionierte das Ganze wieder zeitweise.)
Da wir niemand zur Hand hat, der das fachmännisch beheben konnte, haben wir die komplette Regelung getauscht.
OK, vielen Dank besonders Trimatik-Chris für die hilfreichen Empfehlungen. Ich denke ich komme damit weiter.
Ich habe noch eine Skizze des Stromlaufplans gefunden. Jeder HEX-Drehschalter hat 16 Positionen, mit jeweils 4 Dioden zur Dekodierung. In der Mitte sitzen die LEDs mit ihrer Beschaltung. Die "Zylinder"-Bauteile auf der Platine sind simple Brücken (0 Ohm Widerstände, wegen einseitiger Platine).
Mit einem Multimeter (im Modus "Diodenprüfung") kannst du alle Pfade durchmessen.
X2 ist der Name des Steckverbinders auf der Hauptleiterplatte in dem die Schalterplatine eingesteckt ist.
X1 ist der Name des Steckverbinders der Regelbox. Die Pin-Nummern habe ich nur hinzugefügt um die Pfade leichter verfolgen zu können. Die sind hier irrelevant.
Die Schalter habe ich mit "s1" .. "s6" gekennzeichnet.
Jeweils 2 Schalter teilen sich eine COM-Leitung.
COM s3 und s6 werden erst auf der Hauptleiterplatte zusammen geführt.
Und noch ein vorher/nacher Foto der Kontaktzungen im Silberbad.
Viel Erfolg 🙂
Vielen herzlichen Dank Chris für diese kompetente und komfortable Unterstützung. Mit dieser Hilfe werde ich das Problem sicher lösen können. Deine Schaltplanunterlagen ersparen mir mühsames herausfinden.