Hallo, anscheinend haben wir mehrere Baustellen mit unserer neuen Wärmepumpe. Hier ein neues Problem: gestern Nachmittag habe ich unser Warmwasser auf 60 Grad geheizt. Zirkulationspumpe läuft nur 3x am Tag je 5 Minuten. Heute Vormittag sehe ich, dass die Temperatur bei 38 Grad liegt. Geduscht haben wir gestern nicht, weil ich das in der Arbeit mache. Lediglich einmal Geschirr abgespült. Das darf doch nicht sein oder? Heute Nacht hatte es 8 Grad At
Wie groß ist denn der Warmwasserspeicher in Liter?
Und 3 x Zirkulationspumpe an bedeutet, dass 3 x die Warmwasserrohre bis zu den Entnahmestellen aufgewärmt werden. Wenn die sehr lange sind und vielleicht nicht gut isoliert, kann sich das Warmwasser dabei schon deutlich abkühlen.
200 l.
Die Zurkulationspumpe hab ich nur programmiert wg Hygiene u nur paar Minuten. Aber darf das gleich 20 Grad ausmachen???
Hatten ähnliche Verluste hattn mal hier unsere gefunde Gründe:
einmal überprüfen
1. ob ein sogen. Hydraulikventil im
WW-Kreislauf verbaut ist.
2. Deckelisolierung des WW-Behälters,
bei uns nur 2cm Styrodur
3. Isolierung generell
4. Da viele Behälter auf Füßen stehen
den offenen Bereich isolieren
Leider hatte unser Gerätehersteller und auch Installateur etwas gespart.
Jetzt haben wir nur noch max. 3 Grad Verlust bei einem 150L Behälter
Viel Erfolg
Vielen Dank, ich werde das mal anmerken.
Glg
Die 3 Grad Verlust habt ihr in wievielen Stunden?
Hallo @Diddi123!
1. ob ein sogen. Hydraulikventil im WW-Kreislauf verbaut ist.
Zu dem auch als Rückschlagklappe oder Schwerkraftbremse bekannten Bauteil gibt es auch alternative Realisierungen. Eine Variante ist der Thermo/Wärmesyphon, bei dem man in die WW-Leitung einfach eine kurze Schleife nach unten einzieht und dadurch die Eigenzirkulation in der Steigleitung verhindert.
Ein anderer oft auftretender Fehler sind Probleme am 3-Wege-Ventil. Wenn dieses nicht korrekt/vollständig umschaltet zieht die Heizung wärme aus dem WW-Speicher.
Gruß Gwyn
Danke für die guten Tipps!!!!
Selber kann ich das nicht rausfinden, oder?
Muss ich da die Installationsfirma fragen?
Hallo @Diddi123!
Mit ein wenig Einarbeitung kannst du selber nach den Fehlern suchen. Der Fehler im drei-wege-Ventil äußert sich z.B. darin das nur Wärme verloren geht wenn die Sekundärpumpe/Heizkreispumpe läuft. Man kann den Zustand also gezielt für einige Zeit - am besten ohne Verdichter herstellen und dadurch prüfen ob das Problem hier liegt.
Auch den Thermosyphon kann oder die Schwerkraftbremse kann man selber suchen ob diese vorhanden ist. Ob eine Schwerkraftbremse defekt ist kann man allerdings nicht so einfach herausfinden, wobei dein Beobachtung schon eine grundsätzlicher Ansatz dafür ist.
Gruss Gwyn
Hallo,
es lässt sich recht einfach überprüfen, ob es zu einer Zirkulation kommt – verursacht durch den Dichteunterschied zwischen Warm- und Kaltwasser.
Dazu einfach nach dem Aufheizen auf z.B. 60 °C kein Wasser mehr entnehmen, die Pumpe ausschalten und nach ein paar Stunden die Leitung anfassen.
Wir hatten genau deswegen eine Schwerkraftbremse eingebaut (siehe Foto). Seitdem ist Ruhe.
Unser 190-Liter-Speicher wird einmal täglich um 15 Uhr auf 53 °C aufgeheizt. Das reicht meist problemlos bis zum nächsten Tag. Der relativ kleine Speicher und der hohe Wasserdurchsatz verhindern aus meiner Sicht Legionellen. (Ich habe das Wasser einmal testen lassen – daher interessieren mich andere Meinungen dazu nicht.)
22 Grad Wärmeverlust innerhalb 18 Stunden ohne nennenswerte Entnahme ist schon deftig.
Ist der Speicher ausschließlich für das Warmwasser zuständig, oder handelt es sich um einen kombinierten Speicher, also WW- und Heizungspuffer?
Ausschließlich Brauchwasser. 195 l
Der Betrieb behauptet das läge an der Zirkulationspumpe die 3x täglich aber nur 10 Min.läuft wg Hygiene
Wenn die gesamten 195l von 60°C auf 38°C abkühlen würden, dann würde dies einer Energiemenge von 4,98kWh entsprechen (195l*(60-38)K*1,16 Wh/Kl).
Um 5kWh in 3x10Minuten abzustrahlen, bräuchte es eine Leistung von 10kW. Ich denke mal, das schafft eine popelige Zirkulationsleitung nicht.
Aber wenn der Temperatursensor eher im unteren Bereich angebracht ist, dann könnte sich darüber noch ausreichend heißes Wasser befinden.
Daher die Frage: Wieviel thermische Energie wendet die Wärmepumpe auf, um deinen "ausgekühlten" Speicher wieder auf Solltemperatur zu bringen?
Ansonsten im ersten Schritt die Zirkulationspumpe mal einen Tag lang nicht laufen lassen und kein Warmwasser zapfen, und dann die Abkühlung und die Energiemenge für die Nachladung notieren und mit den jetzigen Werten vergleichen.
LG, Sebastian
Das höchste was ich bis jetzt hatte waren 3.64 kWh Stromverbrauch
Hatte 4 Tage die Zirkulationspumpe aus und da warens dann zw. 2.82 und 3.15 kWh.
Die Installationsfirma sagt, das ist nicht auffällig.
Was ich nicht glauben kann.
Ach ja und Energiemenge waren das zwischen 8.5 und 10.5
Die Zahlen verstehe ich nicht ganz. Du sagst, an einem der Tage ohne Zirkulation hat deine Anlage bei der einmaligen Nachladung des 195l WW-Speichers 10,5 kWh thermisch aufgewendet? Das wären ja 46K Temperaturerhöhung dieses Wassers! Da muss ich etwas mißverstehen …
LG, Sebastian
Sorry, ich würde ja gerne helfen, aber dazu müsste mehr Initative kommen. Einfach nur ein Paar Screenshots ins Forum werfen ist mir da zur Zeit zu wenig …
LG, Sebastian
Ich bin absoluter Neuling. Habe die Wp erst seit ein paar Monaten. Was willst du denn wissen? Ich kenn mich doch nicht so aus...
Um dem Energieverlust auf die Spur zu kommen, braucht es zuallererst einen vernünftig reproduzierbaren Testfall. Und dann verändert man das System, und schaut, wie der Testfall reagiert.
Mein Vorschlag für diesen Testfall war es, mindestens zwei aufeinanderfolgende Nachladungen der WW-Zone zu überwachen, und dabei deren zeitlichen Abstand und dann jeweils die Anfangstemperatur, die Endtemperatur und die nachgeladene thermische Energiemenge aus Vicare heraus -- und möglichst auch die Zapf- und Zirkulationsmengen in dem Intervall -- zu notieren. Du hast ja ein Zeitprogramm, nach dem die WW-Nachladung eigentlich immer nur um 15:00 Uhr stattfinden sollte, da sollte es dir möglich sein, die WW-Nachladevorgänge auch zu "erwischen". Aber am 07.03.2026 wurden 10,5 kWhₜₕ nachgeladen, und das können eigentlich nur mehrere Nachladevorgänge gewesen sein.
LG, Sebastian
Danke für deine Geduld.
Meine Zeiten für Warmwasserbereitung sind meistens um 11 Uhr weil ich Pv habe und es für mich so am besten ist.
Am 7.3.habe ich Ww auch nur einmal um Mittag rum heizen lassen. Ich habe in der zwischenzeit mal 4 Tage die Zirkulationszeiten komplett raus genommen, aber es wurde in diesen 4 Tagen doch immer mal wieder Warmwasser gezapft, weshalb man da nicht so genaue Angaben machen kann. Was ich jetzt noch versucht habe, dass ich seit gestern nicht mehr auf 60 Grad aufheizen lasse, sondern nur auf 55 Grad. Heute war das wieder um 11 Uhr und habe jetzt um 19.30 immer noch 50 Grad.
Wie es über Nacht wird, werde ich sehen.
Wenn es für dich ok ist zeige ich dir die Kurve vom 7.3. Möchte dir aber auf keinen Fall das Gefühl geben dass ich dir diese Screenshots einfach rein schmeisse. Dachte nur, so ein Bild sagt mehr aus als ich dir erklären kann.
Vielleicht ist es ja doch normal-ich weiß das ja nicht.
Lg
Also nach der Energiebilanzkurve hat tatsächlich am 07.03. nur eine einzige WW-Nachladung stattgefunden, und wenn die thermische Leistung dabei im Mittel so 7,5kW war, dann muss die 10,5kWh Nachladung etwa 1h25m gedauert haben. Das entspricht plausibel der Breite der Zacke.
Aber wo sind diese 10,5kWh hingegangen? Kann der Warmwasservorrat vor der Nachladung wirklich bis auf 14°C durchschnittlich abgekühlt gewesen sein, so dass 195l um 46K auf 60°C erwärmt worden sind? Das ist zwar eine rechnerische Möglichkeit, würde aber bei ausgeschalteter Zirkulation nur plausibel sein, wenn a) eine Schwerkraftbremse in der Zirkulationsleitung fehlt oder diese defekt ist, so dass der Warmwasservorrat über den Tag über die Zirkulation auf 20°C Raumtemperatur gekühlt wurde, und b) *zusätzlich* noch 75l Warmwasser gezapft wurde, so dass entsprechend Kaltwasser mit 4°C in den Puffer nachgeströmt ist.
Die andere Möglichkeit wäre ein fehlerhaftes 4-Wege-Ventil in der IDU, so dass auch im WW-Nachlademodus ein Teil des Vorlaufs in den Heizkreis gerät.
In jedem Fall ist aus meiner Sicht die hier nachgewiesene Aufwendung von 10,5 kWh thermischer Energie pro Tag für Warmwasser bei abgeschalteter Zirkulation und ohne nennenswertes Zapfen von Warmwasser, also quasi als reiner Bevorratungsverlust, ein erheblicher Mangel der Anlage, den du dem Heizungsbauer schriftlich anzeigen solltest und dessen Ursache er zu suchen und zu beheben hat.
LG, Sebastian
Jawohl, diesen Gedanken hatte ich auch.
Ich danke dir sehr für deine Mühe
Glg