Hallo Gemeinde
Meine vorhandene Heizungsanlage ist eine Sole Wasser Wärmepumpe Vitocal 222G 6 kw ohne Pufferspeicher . Die Anlage ist Baujahr 2008 und läuft seither problemlos und sparsam. Auf Grundlage der aktuellen Förderung habe ich für dieses Jahr bei einem Fachpartner den Austausch der Wärmepumpe angefragt. Der Fachpartner hat angeboten eine Vitocal 222G BWT 221 B 08 einzubauen. Zusätzlich soll ein Pufferspeicher verbaut werden .
meine Frage : warum ein Pufferspeicher ?
im gesamten Haus (zwei Etagen) liegt Fußbodenheizung, die Stellventile in den beiden Heizkreisverteiler sind stromlos und mechanisch immer geöffnet . Die Vorlauftemperatur habe ich am Temperaturwähler (Symbol Sonne) eingestellt und brauche auch nicht nachregeln . Die Nachtabsenkung ist deaktiviert. So möchte ich die neue Anlage auch wieder betreiben, also wozu noch einen Pufferspeicher der die Effizienz der neuen Anlage mindert .
vielen Dank für hilfreiche Informationen, Gruß Sverieg
Eine Effizienzminderung sehe ich bei einem Puffer nicht. Die Verlustwärme bleibt ja im Haus, wo sollen Verluste entstehen ?
Ein Puffer hat den Vorteil dass er das Takten verringert.
Finanziell betrachtet: Was würdest du bekommen und was musst du unterm Strich bezahlen ?
Immerhin ist die Anlage erst 7 Jahre alt, warum verschrotten ?
Das muss genau gerechnet werden. Immherin kann die Anlage noch 5-8 Jahre laufen und die Technik entwickelt sich in der Zeit weiter. Rücklagen bilden, rechnen, warten, min. 3 Kostenvoranschläge für 3 Anlagen einholen.
Einzig ein unschlagbarer Preis, 50% von "Liste" für ein Auslaufmodell wäre ein Argument.
In diesem obigen Fall maximal(!) 10.000 Euro.
>>Eine Effizienzminderung sehe ich bei einem Puffer nicht.
🤕
Bei dem üblichen Viessmann Puffer mit Anbindung als Weiche, muss du 3-5K wärmeres Wasser auf der einen Seite in den Puffer reinschieben als du auf der anderen wieder rausbekommst. Da sich die beiden Kreisläufe in der Büchse munter durchmischen.
Das bedeutet 9- 15% mehr Stromverbrauch.
@Sverieg wenn die 6 kW bisher gut funktioniert hat (wie viele Betriebsstunden und Starts hat die im Jahr?)
Dann lass dir jetzt nicht eine 8 kW aufschwatzen, sondern nimm wieder die 6 kW - OHNE Puffer!
KISS (keep it simple and safe)
Die 6 kW braucht keinen Anlaufstrombegrenzer, wie die 8 kW. der geht meist nach wenigen Jahren kaputt.
Edit die 6kW hat inzwischen auch den Vollwellensanftanlasser verbaut
Hallo Küstenpumpe
Vorsicht Rechenfehler, meine Vitocal 222 G ist genau 18 Jahre alt . Abzüglich der Förderung bleiben für mich noch 10 000 Euro zu bezahlen.
Gruss Sverieg
Hallo Quert089
Das ist überlegenswert , ich hatte das Angebot vom Fachpartner erstmal so hingenommen . Die BWT 221B06 ist dann also die aktuelle Variante meiner alten Vitocal 222G . Das mit dem Sanftanlassen gefällt mir, macht auch Sinn. Auf den Pufferspeicher möchte ich auch weiterhin verzichten, der Fachpartner wollte den mitliefern um das Takten zu verringern. Durch das Sanftanlassen wird aber das Takten ja auch Verschleiß reduziert . Im Anhang findest du die Statistk meiner WP .
danke dir , Sverieg
Uuuups, Rechenfehler. Jo, eine 18 jährige Anlage kann man durchaus für 10K ersetzen.
8er vs. 6er
Du kannst am besten beurteilen wie du mit der bisherigen Leistung über die Winter gekommen bist.
Die modernen Anlagen haben einen höheren COP als vor 20 Jahren, daher wäre eine 6er eine Überlegung wert.
Ich habe mir eben mal die technischen Daten 6er vs. 8er angesehen. Die 8er ist effizienter als die 6er und auch der SCOP ist höher.
Ich vermute, der Pufferspeicher wird mit angeboten, weil es sich bei 222-G Modell nicht um eine modulierende WP handelt. Mit dem Puffer koennte die Taktung unter Umstaenden reduziert werden.
Ich wuerde Dir empfehlen, ein Angebot mit einer 333-G ohne separaten Heizungspuffer einzuholen. Die moduliert sehr weit runter und sollte fuer Deine Beduerfnisse gut geeignet sein. Funktioniert bei uns sehr gut ohne Puffer (mehr als 1200 Stunden im Betrieb bei 33 Verdichterstarts).
So lange Deine alte WP funktioniert und keine Ausfall- oder Ermuedungserscheinungen zeigt, wuerde ich sie aus oekologischen und auch oekonomischen Gruenden weiterlaufen lassen. Nur ueber den u.U. minimal verbesserten COP wird sich die Ausgabe nicht rentieren. Es sei denn, Du befuerchtest, dass die Zuschuesse fuer eine neue WP wegfallen. Dann koennte ein Ersatz zumindest oekonomisch fuer Dich sinnvoll sein.
Hallo,
bei einer ON/OFF Sole WP läuft der Verdichter bei richtiger Auslegung 2000h pro Jahr.
18*2000 = 36000h , du hast 22000. d,h selbst die 6 kW sind 33% zu viel Leitung vorhanden für das Haus.
Eigentlich wäre eine 4 kW Maschine richtig für das Haus.
Im Schnitt läuft sie nur 20 Min. Das ist sehr wenig.
Die Anlage ist vermutlich schlecht konfiguriert (Hysterese und Heizpause in der Übergangszeit)
>>n den beiden Heizkreisverteiler sind stromlos und mechanisch immer geöffnet .
gibt es ein Überströmventil, das für das Takten verantwortlich sein könnte?
Auf keinen Fall solltest du in dem Fall eine 8kW Maschine einbauen,
Dann hast du 75% der Heizsaison 6 kW zu viel. Um das von den Laufzeiten dann in den Griff zu bekommen , brauchst du mindestens einen 400l Puffer oder größer.
Ohne zusätzlichen Mehrwert. - ok der SCOP ist um 0,23 höher. Was durch Takten wieder aufgezehrt wird.
Warum hat die Stufe 1 der Zusatzheizung so oft eingeschaltet? bei WW Bereitung?
Evtl ist das auch ungünstig kodiert.
VG