Hallo,
ein Freund hat eine VITODENS 200-W (B2HA) Gastherme. Das Gerät ist im Keller eingebaut und hat einen Außen-Temp-Fühler.
Er bemängelt, daß die Heizkörper Geräusche machen.
Ich habe mir das mal angeschaut und gesehen, daß die Tages-Solltemp. auf 24 Grad stand (jetzt auf 19 geändert). Die Absenk-Temp. stand auf 14 Grad - habe ich auf 17 geändert). Im Kellerraum waren es 15 Grad. Der Raum hat keinen Heizkörper.
Folglich fährt das Gerät imer eine hohe Vorlauf-Temp., was dann die Heizkreis-Pumpe mit entsprechned hoher Leistung laufen läßt.
Meiner Meinung nach fehlt ein Innenraum-Controller, wie der VITOTROL 300. Das Gerät benötigt doch einen Innenraum-Temp. als Bezugswert. Dieser wird ja jetzt am Heizgerät selber gemessen.
Oder sehe ich das falsch?
Ich selber habe auch eine VIDODENS 200-W (B2HB-26) Therme, aber mit VITOTROL 300 und VITOCONNECT. Ich habe keinerlei Probleme.
Danke schon mal,
Alex.
Ich denke mal, was hier nicht gemacht wurde, ist ein hydraulischer Abgleich. Wie der gemacht wird, da spar ich mir das Schreiben.
Nein, man braucht heute keinen Innenraumsensor mehr: Die witterungsgeführte Regelung liefert
bei guter Einstellung ein wesentlich besseres Ergebnis, da sie bezogen auf die Innenräume
voausschauend arbeitet.
Dein Freund sollte z.B. die Pumpendrehzal reduzieren, bis das Rauschen aufhört aber nicht so stark,
dass die Therme vermehrt taktet.
Aber der entscheidende Sollwert ist doch die Innenraum-Temp., die ich möchte. 23 Grad oder 18, ist ja z.B. ein Unterschied. Dazu ist doch der Innenraumsollwert entscheidend.
Hydr. Abgleich wurde nicht gemacht. Und ja, einige Heizkörper waren knall-heiß, andere lauwarm. Die Vorlauftemp. war in meinen Augen viel zu hoch.
Pumpenleitung verringern habe ich ja gemacht, indem ich den Innenraum-Sollwert von 24 Grad auf 18 Grad verringert habe. Ich weiß, da gibt es auch Paramter. Aber ich wollte erst mal so sehen, ob bei weniger Durchlfuß sich eine Besserung einstellt. Und ja, das hat es wohl.
Ohne hydr.Abgleich wird das nur Flickwerk. Sieht man schon daran,dass die Heizkörper ganz unterschiedliche Temperaturen aufweisen.,obwohl die Thermostate offenbar gleich stehen .
Die Vorlauftemperatur sollte vor allem über die Heizkurve eingestellt werden Und wenn alles genau eingestellt wurde,wird auch die Solltemperatur im Display mit der Tatsächlichen übereinstimmen.
Ja, das verstehe ich. Aber wie erkennt das Heizgerät die Innenraumtemperatur ohne Fühler.
Thermostatventile standen nicht alle gleich. Aber auch nicht auf 1 und auf 5.
Klar ist das ohne hydr. Abgleich nur halber Kram, das weiß ich auch.
Erkennen kann sie es natürlich nicht,da kein Sensor vorhanden ist. Die Software ist aber so programmiert.
Es gibt ja sowas wie eine Heizlastberechnung. Und nach dieser wählt man nicht nur das Heizgerät,sondern auch die Grösse der Heizkörper aus. Daselbst bei einer FBH kann ich durch die Wahl der Verlegeabstände die Leistung beeinflussen.Ist natürlich etwas grob,da die Heizkörper verständlicherweise Normgrössen haben.
Den Rest kann ich dann mit der Voreinstellung am Thermostat einregulieren.
Jetzt kommt aber noch der Faktor Mensch hinzu. Und den kann keine Regelung mit einbeziehen. Weil Menschen Individualisten sind,die Regelung aber Massenware ist .
Da werden Türen offen gelassen,die anwesenden Personen im Raum bleiben unberücksichtigt, Luftfeuchtigkeit und Lüftungsverhalten,etc.
Denn auch in einer Heizlastberechnung tauchen die Raumgrössen einzeln auf. In welchem Haus oder Wohnung sind schon ständig alle Türen geschlossen ? Oder man hat Gäste. Jede Person bringt etwa 100 W Heizleistung mit. Das weiss die Regelung aber nicht.
Aber der entscheidende Sollwert ist doch die Innenraum-Temp., die ich möchte. 23 Grad oder 18, ist ja z.B. ein Unterschied. Dazu ist doch der Innenraumsollwert entscheidend.
Jein: Der entscheidende Faktor nennt sich Behaglichkeit und ist nicht komplett gleichzusetzen mit der
Innenraumtemp. Wenn du nur nach Innentemp fahren würdest (so war das ganz früher), bekommt die
Therme erst den Befehl zum Nachheizen, wenn es draußen schon länger kalt ist und die Kälte bis nach
innen in die Wände eingedrungen ist. Das wäre nicht gut für die Bausubstanz (Taupunkt, Schimmel usw.)
und man spürt das auch unangenehm. Eine ausgekühlte Wand "strahlt" Kälte aus.
Der Außensensor sagt nun der Therme: Es ist soundso kalt -> heize schon mal mit VL- Temp. soundso.
Das verhindert das o.g. Problem zuverlässig.
Deine Aufgabe ist es jetzt "nur", per Heizkurvenparameter (Neigung, Niv, "Raumtemp"., wobei
"Raumtemp" kein gemessener Wert ist, sondern nur ein Offset zum besseren Einregulieren),
die reale Raumtemp. stabil und nach deinen Wünschen hinzujustieren.
Verstehe ich und werde die Heizkurve mir noch einmal ansehen. Mehr will ich dann da eigentlich auch nicht machen - er ist ja so schon zufrieden.
Ich stimme allen Faktoren zu. Lüften, Heizleitung durch Menschen etc.. Aber die eigentliche Regelgröße ist die Innenraum-Temp.. Dafür ist iene Heizung (und auch eine Klimaanlage) ja da. Und ohne einen IST-Wert kann kein Regler etwas einregeln. Die abgegebene Leistung, die Rücklauf-Temp. etc. könnten Aufschluß drauf geben, aber sind nicht die Größe, die ich in einem Raum regeln will. Das ist die fundamentale Reglungstechnik.
Aber die eigentliche Regelgröße ist die Innenraum-Temp.. Dafür ist iene Heizung (und auch eine Klimaanlage) ja da. Und ohne einen IST-Wert kann kein Regler etwas einregeln. Die abgegebene Leistung, die Rücklauf-Temp. etc. könnten Aufschluß drauf geben, aber sind nicht die Größe, die ich in einem Raum regeln will. Das ist die fundamentale Reglungstechnik.
In einfacher Regelungstechnik gedacht, wäre das so. Aber es ist eigentlich noch viel komplizierter:
Dein Istwert ist schlicht nur die Kesseltemp., oder mit Mischer die Mischer VL- Temp. Den Sollwert
berechnet der Regler aus AT und Heizkurve. Das muss wie gesagt so passend gemacht werden, dass
sich deine Ziel- Raumtemp durch diese berechnete VL- Temp. einstellt.
Jetzt hast du das alles optimiert, willst aber noch mehr sparen. Viele bauen dann einfache, oder teure
smarte Thermostate (besonders teuer von Viessmann 😉) ein, um z.B. den Raumeinfluss - die von dir
genannten Faktoren wie Menschen, Computer, solare Zugewinne, oder den Kamin einzubeziehen.
Das klappt auch vordergründig, aber in Wirklichkeit ist das der falsche Weg.
Hier käme dann die "Rücklaufgeführte Regelung" in´s Spiel. Die erfasst die o.g. Faktoren über die
Rücklauftemp. und die Therme braucht direkt weniger Heizenergie im Brenner.
Mit den Thermostaten verpufft ein großer Teil der pot. einzusparenden Energie oft im Heizungskeller,
oder in der Abgasanlage.
Daher kommt der oft gehörte Tipp, die Thermostate sogar komplett abzuschrauben und das
Heizsstem hydraulisch/thermisch abzugleichen. Das wäre dann bereits eine quasi- Rücklaufgeführte
Regelung. Die echte Variante mit realem Rücklauffühler gibt es in der Praxis allerdings eher selten.
Ja, das meinte ich ja, geregelt mit der Rücklauf-Temperatur.
OK ich verstehe das jetzt mit der Raumtemp als Regelgräßte über die Heizkurve.