Hallo Zusammen,
seit 4 Tagen schafft es meine übergroße Wärmepumpe Vitocal 250-A AWO-E_AC 251 A19 nicht, den Heizbedarf des Gebäudes bei im Mittel 0 C Außentemperaturen zu decken. Die Vorlauftemperatur des Heizwassers erreicht nicht die Soll Temperatur der Heizkurve. Mein HB schiebt es auf den geräuschreduzierten Betrieb (Stufe 1 von 2). Diesen habe ich durch Deaktivierung über Stunden getestet, ohne positive Auswirkung auf die mangelnde Heizleistung.
Hintergrund: Im Januar diesen Jahres hat mein HB bei einer Heizlast des Gebäudes von 14,2 kW eine überdimensionierte Wärmepumpe mit einer Spitzenleistung von 18,5 kW verbaut. Nach der Installation taktete diese überwiegend, so dass er über Viessmann im März letzten Jahres ein Update bewirkte, danach änderte sich das Taktverhalten nicht wesentlich. Da er bis November letzten Jahres mir keine Lösung anbieten konnte habe ich mich erstmals an das Forum gewendet und hier von der Wirkung des geräuschreduzierten Betriebes erfahren. Ich habe ihn gebeten, diese Funktion für mich einzurichten. Er machte es widerwillig und meinte, das würde nichts bringen, da lediglich die Ventilatorleistung gedrosselt würde, nicht die Verdichterleistung, die beigefügten Bilder (aus Februar und Dezember) belegen das Gegenteil. Danach hatte ich erstmalig ein Modulationsverhalten, zudem bei kälteren Temperaturen einen geringeren Energieverbrauch. Im Forum habe ich erfahren, dass der geräuschreduzierte Betrieb der Wärmepumpe grundsätzlich nicht schadet und daher für jeden Anwender von Viessmann uneingeschränkt zugelassen sei. Im Gegensatz dazu müsse das Takten der Wärmepumpe unbedingt vermieden werden. Auch habe ich im Forum erfahren, dass Leistungseinbußen erst ab Außentemperaturen von minus 15 C zu erwarten sind. Habe ich das alles richtig verstanden?
Dennoch die Frage, kann die fehlende Heizleistung widererwarten doch mit dem geräuschreduzierten Modus (Stufe 1 von 2) bei Temperaturen von 0 C zusammenhängen, liegt mein HB richtig (ich habe erhebliche Zweifel, bin aber kein Fachmann), welche Vorgehensweise würdet ihr mir raten ?
Über eine Kommentierung würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße,
Gerhard
Du hattest doch ganz sicher schon früher 0°C AT oder weniger. Gab es da auch schon Probleme mit der VLT? Der Tagesverlauf vom 30.12.2025 ist so ein Problemfall? Dort sieht es ja wirklich so aus, dass die Anlage nicht mehr als 3kW elektrische Leistung abfordert. Der geräuschreduzierte Betrieb begrenzt die Maximalleistung durchaus etwas, aber so drastisch dürfte es nicht sein. Du beschreibst auch, dass ein Abschalten nichts bewirkt hat. Siehst du im Kältekreisdiagramm keinerlei Auswirkungen auf die Lüfter und den Verdichter?
Ist bei dir eine Leistungsbegrenzung nach §14a aktiv oder vorbereitet? Das Standardlimit läge dann aber bei 4,2kW.
Hallo Guru III,
bisher hatte ich keine Probleme mit infolge geräuschreduzierten Funktion, nur Vorteile, vielleicht auch, weil die Wärmepumpe eh zu groß dimensioniert wurde, mehr als genug Leistungsreserven hat sowie
die Geräuschreduzierung sich nur auf den oberen Leistungsbereich auswirkt. Insgesamt wird damit ein harmonisches und durchgängiges Modulationsverhalten erreicht, so auch an dem sehr kalten 25.12.2025 (Bilder) ohne jegliche Einschränkung des Komforts. Genau, ein Abschalten hat nichts bewirkt. Betreffend der Leistungsbegrenzung, wenn Du meinst, inwieweit der Netzbetreiber bereits Zugriff auf die WP hat, nein, ist noch nicht der Fall, beantragt ist es.
Viele Grüße,
Gerhard
Am 25.12. sieht man am Ende, dass die Anlage durchaus mehr kann, wahrscheinlich eine Abtauung. Warum sie dann nicht aufdreht, wenn die VLT nicht erreicht ist, erschließt sich mir nicht.
Am 25.12. gab es keine Nachtabschaltung, am 30.12. aber schon. Warum lief sie da nicht auch durch? Dadurch benötigt sie tagsüber eine höhere Leistung, um wieder auf Solltemperatur zu kommen.
Bei welchem Temperaturgefälle von drinnen zu draußen hat dein Gebäude die Heizlast von 14,2 kW? Wie groß ist also die Gebäudeheizlast bei den aktuellen Innen- und Außentemperaturen? Und erreicht deine Wärmepumpe diese thermische Leistung noch geräuschreduziert?
Ich frage, weil eine thermische Tagesenergie von 156 kWh ja einer Durchschnittsleistung von 6,5 kW entspricht, und das erscheint mir angesichts einer Normheizlast von 14,2 kW und den aktuellen Temperaturen als viel zu wenig!
Ich habe bei mir den geräuschreduzierten Betrieb am 26.12. wieder abgeschaltet, weil die Wärmepumpe seitdem durchläuft. Der geräuschreduzierte Betrieb drosselt bei meiner A10 den Verdichter auf 50 Umdrehungen pro Sekunde (und die Lüfter natürlich entsprechend), ohne die Geräuschreduzierung läuft der Verdichter bis 85Hz hoch. Und bei 50Hz leistet meine A10 um den Nullpunkt herum nur noch 7kW statt 11kW.
LG, Sebastian
Irgendwas scheint das Gerät auszubremsen. Im Screenshot vom 25.12 läuft die Anlage mit etwa 3 kW Stromzufuhr durch. Das kann jedoch unmöglich das Maximum einer A19 sein, wie man an der Spitze am Ende der Aufzeichnung sieht. Da geht die Energieaufnahme auf über 4 kW hoch, was sich an der erzeugten Wärmemenge bemerkbar macht. Wenn der geräuschreduzierte Betrieb wirklich aus ist, kann es nur mit einer Begrenzung der maximalen Stromzufuhr zusammenhängen. Hier den HB ansprechen und nachfragen, was er bei der Einrichtung hinterlegt hat.
Es kommt auf die Vorlauftemperatur an ob die Wärmepumpe überdimensioniert ist.
So eine Wärmebedarfsberechnung berücksichtigt das doch gar nicht oder ?
Wenn ich jetzt 45 Grad Vorlauf bei O Grad Außen hätte wäre meine 10KW wohl richtig.
Da wir aber nur knapp 30 Grad brauchen ist Sie kräftig überdimensioniert.
Für die Wärme heute würde dann eine 6KW reichen.
Bis die Grenze des geräuscharmen Betriebs erreicht ist, könnten hier 200 KWh Wärme am Tag
erzeugt werden.
Hallo Sebastian,
nun habe ich eine A 19 mit einem deutlich größeren Leistungsvolumen als deine A10, zudem deckte meine WP erwiesener Maßen am 25.12. mit einer thermischen Energie von 154 kWh den Wärmebedarf des Hauses (250m² incl. Einliegerwohnung aus 1995). Die Wärmebedarfsberechnung erfolgte raumweise nach DIN/TS 12831, bezogen auf eine Außentemperatur von -8,1 C bei 20 C und 16 C (Schlafräume). Genau diese Raumtemperaturen werden bei uns gelebt. Von daher, es funktionierte bis zum 30.12. tadellos.
Viele Grüße,
Gerhard
Hallo,
tolles Profil, tolles Ergebnis, ist alles Bestens bei Dir. Bei mir reichen Heute 38 C um die Räume auf Soll zu erwärmen, aber eben diese 38 Grad werden Heute nicht erreicht, im Mittel 35 , das reicht halt nicht, zuvor war es stimmig. Die Arbeitszahl kommt an Deiner nicht heran, aber mit einem Wert von 3,7 bei heutigen Temperaturen bin ich zufrieden (Bestandsgebäude aus 1995).
Gruß Gerhard
Hallo,
am 25.12 reichte der erzeugte Wärmebedarf um das Haus auf Soll Temperatur zu halten, die Spitze am Ende zeigt (nach deaktivierter Geräuschreduzierung) nur einen erhöhten Strombedarf bei nahezu unverändert hohem thermischen Bedarf. Das ist auch klar, die Soll-T des Hauses war zuvor erreicht, einen zusätzlichen Wärmebedarf gab es nicht. Das Einzige was sich verändert/Verschlechtert hatte war die Arbeitszahl, weil ein erhöhter Strombedarf für die gleiche Wärmemenge erforderlich war.
Erklärt leider immer noch nicht, warum meine Anlage bei geringeren Temperaturen als am 25.12. am 30.12. nicht funktionierte, ...
Hallo,
-8,1 C bis 20 bzw. 16 C (Schlafräume), am 25.12.2025 reichten 154 kWh thermische Energie für die Soll Aufheizung im geräuschreduziertem Modus. Meine ist halt eine A 19, hat schon mehr Reserven wie deine A 10. Die Drosselung ist eben wegen der Übergröße das einzig wirksame (mir bekannte) Mittel, um der Verschwendung von Strom entgegenzuwirken. Bei mir hätte eine A 13-ner vollkommen ausgereicht.
Gruß Gerhard
Ich kann in deinen Charts leider die Intervalle, in denen die WP durch die Geräuschreduzierung gedrosselt wurde, nicht erkennen. War die Drosselung auch am 30.12. noch aktiv?
Grundsätzlich ist die Heizlast proportional zum Temperaturgefälle nach draußen. Wenn deine Heizlast bei draußen -8°C, also einem Gefälle von 28K zu den Räumen mit 20°C, 14kW beträgt, dann beträgt sie bei draußen +2°C also einem Gefälle von 18K 9kW, und bei -2°C also 22K 11kW.
Es könnte halt sein, dass deine A19 geräuschreduziert bei draußen -2°C nur noch max. 9kW leistet, und das reicht dem Haus bei -2°C halt trotz nächtlichem Durchlauf nicht mehr. Die fehlenden 2kW werden dann über Stunden und Tage zu einem allmählichen Fallen der Innentemperaturen bis auf 16°C führen. Dann ist das Temperaturgefälle zurück auf 18K und die 9kW können die Temperatur dort halten. Also so vom Prinzip her. Aber dass der geräuschreduzierte Modus erst ab -15°C zu Leistungseinbußen führen würde ist nicht korrekt.
Nun sagst du ja, die 154kWh des 25.12. waren ausreichend, um das Haus auf Temperatur zu halten. Das sind nur 6,5kW Heizlast und entsprächen 13K Gefälle aus der Heizlastberechnung. Entweder lag also die durchschnittliche Außentemperatur an dem Tag bei +7°C, oder die Heizlastberechnung ist viel zu pessimistisch.
[Ich hab die Schlafräume jetzt mal ignoriert, um die Sache etwas zu vereinfachen.]
LG, Sebastian
@VitocalA19 schrieb:Hallo,
am 25.12 reichte der erzeugte Wärmebedarf um das Haus auf Soll Temperatur zu halten, die Spitze am Ende zeigt (nach deaktivierter Geräuschreduzierung) nur einen erhöhten Strombedarf bei nahezu unverändert hohem thermischen Bedarf. Das ist auch klar, die Soll-T des Hauses war zuvor erreicht, einen zusätzlichen Wärmebedarf gab es nicht. Das Einzige was sich verändert/Verschlechtert hatte war die Arbeitszahl, weil ein erhöhter Strombedarf für die gleiche Wärmemenge erforderlich war.
D.h., die Spitze am Ende des Diagramms vom 25.12. kam nach Abschaltung der Geräuschreduzierung? Dann ist es aber schon genau dieser, der deine Anlage einbremst. Dort ist nicht nur der Strombedarf gestiegen, sondern auch die thermische Leistung auf fast 14kW. Offenbar war die VLT doch noch nicht ganz am Sollwert, auch wenn dein Haus für dich warm genug war. Die Regelung wollte noch was drauflegen.
Ich würde die Geräuschreduzierung jetzt doch noch einmal deaktivieren und das Ganze über ein paar Tage beobachten. Diese ziemlich konstante Limitierung der elektrischen Leistung auf etwa 3kW muss eine Ursache haben. Der geräuschreduzierte Betrieb wäre schon eine Möglichkeit.
Hallo,
natürlich reduziert sich der Strombedarf der überdimensionierten WP, das ist auch Ziel der Massnahme. Und die Raumtemperaturen lagen am 25.12. real bei 20C, somit war Soll = Ist, der Wärmebedarf war gedeckt.
Wie sieht es denn bei Dir aus, wie hoch war der durchschnittliche Strombedarf zur Deckung deiner Raumtemperatur (?) am 25.12.2025?
Könntest Du mir bitte (für mein Vetständnis) mal dein Analyseprofil für den Tag zeigen?
PS: Dennoch, ich habe die geräuschreduzierende Funktion weiterhin reduziert, die Anlage ist bei 16 C die Nacht durchgelaufen, ab 5 Uhr auf 20 C, die Vorlauftemperatur will einfach nicht über 35C, d.h. die Räume erreichen nicht SOLL, diesen Mangel hatte ich noch nie, auch nicht bei tieferen AT, leider ....
Gruss,
Gerhard
So sah bei mir der 25.12. aus. Der Tag ist nicht unbedingt repräsentativ, da u.a. wegen Besuchs am Abend noch mal per Hand WW gemacht worden ist.
Deshalb auch noch mal den 30.12. dazu.
Die Temperaturen waren in etwa so.
Hallo,
vielen Dank, das sieht toll aus bei Dir, mit knapp 2kWh auch plausibel zu knapp 3 bei mir. Ales drüber ist bei mir der Übergrösse geschuldet, die Anlage will pauern und drückt mit Power ins System, bei AT ab 5 C aufwärts taktet daher meime WP ausschliesslich und das ist schädlich. Mein HB sagt mir seit Monaten er kriegt es in den Griff, es sind Lippenbekenntnisse, die allenfalls einen guten Willen vermuten lassen ..
Geräuschreduzierte Funktion reduzierte zumindest die Taktung absolut ....
Ich hoffe, ich bekomme eine Antwort auf meine Frage von Viessmann. Du hast mir geholfen, aber unsere Systeme sind nicht die Gleichen, Du hattest mehr Glück oder einen besseren HB, von dem ich vor 1 Jahr absolut überzeugt war, ....
Viele Grüsse,
Gerhard
@Frankg63 schrieb:Es kommt auf die Vorlauftemperatur an ob die Wärmepumpe überdimensioniert ist.
So eine Wärmebedarfsberechnung berücksichtigt das doch gar nicht oder ?
Wenn ich jetzt 45 Grad Vorlauf bei O Grad Außen hätte wäre meine 10KW wohl richtig.
Da wir aber nur knapp 30 Grad brauchen ist Sie kräftig überdimensioniert.
Der Wärmebedarf ist zunächst völlig unabhängig von der Heizungsanlage. Die Auswahl und Auslegung der Heizungsanlage ist ein Schritt danach. Die Vorlauftemperatur der WP spielt insoweit rein, dass der COP mit steigender VLT schlechter wird.
@VitocalA19 schrieb: Dennoch, ich habe die geräuschreduzierende Funktion weiterhin reduziert, die Anlage ist bei 16 C die Nacht durchgelaufen, ab 5 Uhr auf 20 C, die Vorlauftemperatur will einfach nicht über 35C, d.h. die Räume erreichen nicht SOLL, diesen Mangel hatte ich noch nie, auch nicht bei tieferen AT, leider ....
Hallo Gerhard,
hattest du die Geräuschreduzierung von "maximal" auf "geringfügig" reduziert oder komplett ausgeschaltet?
Um den Strombedarf zu senken sollte der geräuschreduzierte Modus eigentlich nicht nötig sein. Die Regelung sollte nur genau dann über die COP-optimale Nennleistung hinaus gehen, wenn es wirklich nötig ist. Leider hat Viessmann dies für Anlagen mit Heizungswasserpuffer in den letzten Softwareversionen nicht gut gelöst, und dadurch kam es für viele Anlagen (so auch für meine) unter bestimmten Bedingungen immer wieder zu überschießender Leistungsabgabe und oft zu anschließendem Takten. Manche Anlagenbesitzer haben dann temporär ihre Temperaturfühler am Puffer versetzt. Andere haben den Außentemperaturfühler manipuliert. Einige haben die in den letzten Softwareversionen mögliche elektrische Leistungsbegrenzung genutzt. Und viele nutzen die Geräuschreduzierung als Krücke.
Bei meiner A10 führt die Geräuschreduzierung zu einer Drehzahlobergrenze des Verdichters von 50 Hz. Bei dieser Drehzahl leistet die Anlage um den Gefrierpunkt herum knapp 7kW. Ohne die Geräuschreduzierung läuft der Verdichter bis 85 Hz hoch, und die Leistung um den Gefrierpunkt herum steigt auf so 11 kW. Ich kann das durch Messwerte aus meiner Datenbank belegen, in der ich alle 10 Sekunden die Betriebszustände aufzeichne. Hier der 26.12., wo ich um 10:20 die Geräuschreduzierung ausgeschaltet habe:
Wenn ich mir in den Planungsunterlagen das Leistungsdiagramm meiner A10 anschaue, dann liege ich mit diesen geräuschreduzierten 7kW bei 0°C und 35°C VLT ungefähr auf der Nennleistungskurve, und mit den 11kW an oberen Rand der bei 0°C möglichen Leistung.
Bei deiner A19 zeigt das Leistungsdiagramm der Planungsunterlagen, dass die Nennleistung bei 0°C bei etwa 8,5kW liegt, und die Maximalleistung bei 13kW:
Also angenommen, die Geräuschreduzierung würde deine A19 bei 0°C Außentemperatur auch auf die Nennleistung von 8,5kW drosseln, und angenommen, deine Heizlastberechnung ist korrekt und dein Haus bräuchte bei 0°C 10kW Leistung, dann würde die überdimensionierte aber geräuschreduzierte A19 bei 0°C für dein Haus von der Leistung her nicht ausreichen.
Ich kann dir auch nur raten, die Geräuschreduzierung für die nächsten Tage mit Außentemperaturen unter 5°C komplett auszuschalten, und das Verhalten deiner Anlage über einige Tage zu beobachten. Sollte es draußen wieder wärmer werden, und die Takterei dann wieder beginnen, kannst du die Geräuschreduzierung dann ja wieder reaktivieren.
Du solltest auch die Nachtabsenkung überdenken. Wenn dein Haus wie berechnet eine spezifische Heizlast von 500W/K hat, also bei 0°C 10kW Heizlast, und sich die Wärmepumpe nachts für 6 Stunden ausschaltet und die Wohnräume in diesen 6 Stunden auf vielleicht 18°C herunterkühlen, dann sparst du zwar 6h * 1K * 500W = 3kWh thermisch. Du sammelst in dieser Zeit aber im Haus ein thermisches Defizit von 6h * 10kW = 60kWh an, welches die Wärmepumpe tagsüber über die 10kW Heizlast hinaus wieder auffüllen muss. Und wenn sie nur 13kW Maximalleistung bei 0°C hat, dann dauert das 20 Stunden, also länger als sie bis zur nächsten Nacht überhaupt hat. UND bei Maximalleistung arbeitet die Wärmepumpe mit schlechterem COP als bei Nennleistung, und damit machst du dir den Spareffekt der Nachtabsenkung völlig zunichte.
LG, Sebastian
Hallo Sebastian,
vielen, lieben Dank für deine außerordentliche Mühe, für die schlüssige, nachvollziehbare insbesondere widerspruchsfreie und hilfreiche somit klärende Erläuterung!
Das Ergebnis teilte mir mein HB genauso mit, jedoch konnte ich es nicht verstehen. Insbesondere kann ich nun auch eine Erklärung für eine Beobachtung ableiten, warum meine WP am 25.12.2025 trotz aktivierter NA bei minus 4 C noch funktionierte (zuvor lag das Außentemperaturniveau bei knapp plus 20C, die Hülle war aufgeheizt, davon zehrte die Anlage).
Tatsächlich habe ich den Geräuschmodus deaktiviert (Korrektur), werde auf die NA Absenkung erstmal verzichten (hatte mir mein HB empfohlen, bin ihm die ersten Monate gefolgt, habe die NA aber dann, wegen der Takterei aktiviert. Deine Berechnung betreffend des Sparpotentials finde ich gut, klingt zumindest logisch. Nun verstehe ich zumindest und teste es.
Die Heizlast meines Gebäudes ist korrekt ermittelt, ich schätze den Fehler auf +/- 5% ein. Da ich den geräuschreduzierten Modus nur in der leichten Stufe nutze, reduziert sich die Verdichterleistung um rd. 25% (statt 50%), somit bei 0C Außentemperatur auf knapp 10 KW. Ich habe verstanden, dass wegen der Überlagerung im Ausgleich der NA die Leistungsgrenze meiner A19 überschritten wird. Damit ist meine Frage zu 100% mit gutem Gefühl beantwortet, vielen Dank!
Eine Frage hätte ich noch betreffend der Leistungsbegrenzung. Diese ist bei mir in der ViCare App ausgewiesen, aber noch inaktiv. Die Steuerbarkeit ist beim Netzbetreiber beantragt. Wie aber kann ich diese Option für meine überdimensionierte WP sinnvoll nutzen, statt Krücke Geräuschreduzierung?
Abschließend ein Analysebild des heutigen Tages mit (schmerzhaften) hohen Stromverbräuchen und schlechtestem COP, jedoch positiv, die Räume heizen wieder auf, T Heizkreislauf = T Heizkurve = 41 C (bei 22 C Raumtemperatur, schalte ich gleich zurück auf SOLL 20 C und somit T Heizkurve 38 C), Anlage funktioniert wieder!
Viele Grüße,
Gerhard
Bei den Außentemperaturen bekommt man auch nur mit Fußbodenheizung und niedrigen VL eine gute Arbeitszahl hin. Ein Wert knapp unter drei finde ich jetzt bei der Witterung auch überradchend schlecht.
Wir haben bei unser 19kw WP das gleiche, normalmodus läuft sie mit über 6 KW durchgehend bei dem Wetter dass heißt wir bekommen knapp 1000 Euro Strom diesen Monat zusammen 😞 und im reduzierten Modus läuft sie immer nur mit ca 3 kw und einer thermischen Energie von 8 kw was dann nachts bei weitem nicht reicht und das Haus auskühlt, daher müssen wir sie durchgehend laufen lassen
Hi,
genauso ist es bei uns, deaktiviere ich den GM bei 0°C steigt sprunghaft der Strombedarf nach oben, bei gleichem Wärmebedarf, witzig, somit schlechter JAZ.
Den Grund und eine gescheite Lösung müssen wir finden. Habe ein weiteres Thema aufgemacht, melde mich dort gegen Abend, sobald ich Zeit finde.
Gruß